Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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Ermattung dieſer Armen erſchrocken, und da ſie ihr um jeden Preis Vertrauen auf die Zukunft einfloͤßen wollte, in⸗ dem ſie ihr die Vergangenheit enthuͤllte, entſchloß ſie ſich zu einer Mittheilung, welche ſie bis dahin aus Beſcheidenheit ihrer muͤtterlichen Hingebung verborgen gehalten hatte.

Nach einem augenblicklichen Zögern wendete ſie ſich da⸗ her an Raphaele:

„Antworte mir, mein armer Engel. Wenn man Dir nun vor dem Tage, wo Du außer Dir ſelbſt und wahnſin⸗ nig zu Scipio gingſt, geſagt haͤtte: Entſage dieſer Liebe?“

„So waͤre ich geſtorben.“

„und wenn man Dir heute ſagte: Du mußt dieſer Liebe, dieſer Heirath entſagen?“

„So ſtuͤrbe ich zugleich aus Liebe und aus Schande.“

„Ja... das glaube, das weiß ich: Du ſtuͤrbeſt aus Liebe und aus Schande .. aber ich will, Du ſollſt nicht ſterben, und damit Du lebeſt, muß ich Dir Zuverſicht ein⸗ flößen, und um dies zu können, muß ich Dir beweiſen, daß nichts in der Welt Deiner Heirath ſich entgegen ſtellen kann .. ſelbſt nicht Scipio's eigener Wille .. hoͤrſt Du wohl? Ich muß Dir beweiſen, daß, wenn ich um dieſe Verbindung ſicher zu ſtellen, wie ich Dir ſagen kann, das Unmogliche gethan habe ..

„Du, liebe Mutter?“

„Ja... nun dann ſiehſt Du alſo, daß das Mögliche jett nur Spielwerk fuͤr mich ſein wird. ... Das ſetzt Dich