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hat alſo, wie Du begreifen kannſt, von dieſem Geſichtspunkte aus nicht die unangenehme Wichtigkeit, die Du ihr beimiſ⸗ ſeſt. .. . Handelt es ſich um Dein kunftiges Gluͤck, ſo iſt dieſe Wichtigkeit noch geringer . . . denn vor einem Jahre kannte Scipio Dich ja noch nicht . . und ich wieder⸗ hole es Dir .. . er hat allerdings Unrecht daran gethan, die⸗ ſes Madchen zu verfuͤhren .. . aber endlich ... warum iſt ſie ſo ſchwach geweſen? .. warum hat ſie nicht Tugend, nicht Muth genug gehabt, ihm zu widerſtehen? Es iſt eine gerechte Strafe fuͤr ...
„Oh! .. . das iſt zu viel!“ rief Raphaele, ihre Mutter unterbrechend. „Auch ich bin zu ſchlecht!! ... Dies hören und ſchweigen .. . das iſt infam.“
Darauf ſagte ſie, ſich an Miſtr. Wilſon mit faſt irrer Miene wendend, mit tief verſtörter Stimme zu dieſer:
„Mutter! Du mußt nicht mit ſolcher Härte von verfuͤhrten Mädchen ſprechen .. .“
„Raphaele .. . mein Engel .. Waos iſt Dir? .. Wie
Du zitterſt, wie Du mich anſiehſt!“
„Ich ſage Dir, Mutter .. . man muß nachſichtig ſein und Mitleid mit verfuͤhrten Maͤdchen haben.“
„Du wirſt immer blaͤſſer .. Du erſchreckſt mich!“
„Habe Mitleid . . o großes Mitleid mit der Ungluͤck⸗ lichen, die weder ſo viel Tugend ... noch ſo viel Muth hatte,
um zu widerſtehen ... ihm .. . Scipio .. verſtehſt Du,
Mutter?“


