Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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veau eine kleine Bäuerin zur Maitreſſe gehabt und dieſe Liebe die tragiſche Entwickelung genommen hat, deren Zeu⸗ gen wir waren, wenn morgen ganz Paris dies wuͤßte ... ſo wuͤrde kein Salon ſich vor Scipio verſchließen und kein Mann und keine Frau von irgend einem Anſehen in der Welt die Aufnahme, welche ſie gewöhnt Scipio angedeihen zu laſſen, deßhalb abaͤndern ... ja, was noch mehr iſt, mein Kind, keine Mutter, kein Vater ihm deßhalb ſeine Tochter als Gattin verweigern. Alles dies, ich ſehe es wohl, ſetzt Dich ein Wenig in Verwunderung, meine Theure, aber in⸗ dem ich jetzt eine Sprache mit Dir ſpreche, die Du, einmal verheirathet, nach 14 Tagen auch hören wuͤrdeſt, kurz, in⸗ dem ich Dir das Wahre der Dinge mittheile, beruhige, tröſt, ich Dich und laſſe endlich einer fuͤr Deine Ruhe unſeligen Idee ihr Recht widerfahren.“

„Alſo, liebe Mutter,“ ſagte Raphaele mit verſtörter⸗ Stimme, erbleichend und an allen Gliedern zitternd, „alſo hat man in der Welt .. . kein Mitleid mit einem jungen Mädchen das verfuͤhrt ... und verlaſſen worden iſt ... alſo giebt es in der Welt fuͤr den Verfuͤhrer keinen Vor⸗ wurf keine Zuruͤckweiſung; Alles ſtreckt ihm die Hand wie gewöhnlich entgegen, waͤhrend für das Schlachtopfer ... es nur Gleichgiltigkeit .. Verachtung giebt?“

„Mein armes angebetetes Kind, das iſt allerdings ſehr grauſam .. ſehr ungerecht . . und beweinenswerth, aber was iſt zu thun? die Welt iſt nun einmal ſo, man muß ſie nehmen wie ſie iſt. Jene peinliche Scene von Ohnlaͤng ſt