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Aufwallung fortgeriſſen, ſtand ſie im Begriff, ihrer Tochter ein Geheimniß zu enthuͤllen, das ſie ihr verſchweigen wollen. Sie faßte ſich alſo und ſetzte hinzu:
„Nein, Du weißt es nicht, welche Unruhe mir dieſe Liebe gekoſtet hat .. Beruhige Dich, faſſe doch wieder Muth, meine angebetete Tochter.“
„Ach! liebe Mutter, ſeit unſerer Abreiſe aus Paris ſind wir verlobt. . . . Und während des geſtrigen Tages ſahſt Du ſelbſt .. . nichts ... als einige allgemeine Höflichkeiten. Er beſchaͤftigte ſich kaum mit mir .. . ſtets zerſtreut, unauf⸗ merkſam; und nun wieder dieſe Gleichgiltigkeit bei der furcht⸗ baren Scene ... wo er, wie immer, ſo viel Muth und ſo viel Verachtung zeigte! .. . Oh, dieſes Mädchen dieſes Landmädchen er liebt es. Darum liebt er mich nicht mehr. .. . Er liebt es .. . und dies Weib hat ihr Kind ge⸗
toͤdtet!“ rief Raphaele mit einem unbeſchreiblichen Gemiſche von Haß, Eiferſucht und Verzweiflung.
Dann warf ſie ſich in Thraͤnen zerfließend an den Hals ihrer Mutter und verbarg ihr Geſicht in deren Buſen.
„Oh, beklage mich . .. verachte mich ...“ fing ſie wie⸗ der an. „Trotz alles Deſſen liebe ich Scipio noch. liebe ihn noch immer .. . ich liebe ihn vielleicht deſto mehr, denn nie iſt er mir ſchoͤner vorgekommen, als wie er allein,
noch ſo jung, ſo ſchwach, aber ſo unerſchrocken
der Wuth der Bauern entgegentrat, die ihm drohten..
Ja, verfluche mich, Mutter .. . ſetzte Raphaele hinzu, 1t „
wendete ihr mit Thränen iburſchwemme Geſicht dieſer zu,
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