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0 Ranken der vom Herbſt bepurpurten Brombeerſträuche um⸗ gaben mit ihren geſchmeidigen Gewinden den dunklen Halb⸗ bogen, in deſſen Mitte, von bleichem Lichte umfloſſen, das Geſicht des jungen Mädchens leuchtete, das unbeweglich knieete und die in Thränen ſchwimmenden Augen mit dem Ausdrucke unbeſchreiblicher Hoffnung zun Himmel tich⸗
tete. —
Mad. Perrine blieb ohnerachtet ihrer Erregung, Un⸗ ruhe und der mit Beſorgniß gemiſchten Neugier, welche ihr Bruytre's Eroberung einflößte, einen Augenblick lang bei dem Anblicke dieſes koſtlichen Gemäldes verſtummt ſtehen
„Dank Dir, guter Gott! Vater Jacques hatte mich nicht getaͤuſcht.. vielleicht werde ich noch meine Mutter kennen lernen!“
So ſtammelte Bruytre mit tief bewegter Stimme, dann aber ſtand ſie mit einem Sprunge neben Mad. Per⸗ rine und rief: ² 5
„Hier iſt das Käſtchen!“
Dieſes Käſtchen hatte nichts Bemerkenswerthes als ſeine ſonderbare Form. Es war rund, mit flachem Boden und gewölbtem Deckel. An einigen Fetzen Stoffes, welche die Zeit und Feuchtigkeit verſchont hatten, ſah man noch, daß es ehemals mit gruͤnem Serge bedeckt geweſen, der mit kleinen kupfernen Zwecken, die jetzt vom Roſt zerfteſſen, am Holze angenagelt. Dieſes Käſtchen hatte zum Futteral für eine Vorrichtüng zum Spitzenmachen gedient, ohngefähr


