verrathenes Maͤdchen nicht mehr ihren vollen Verſtand! die Furcht die Schande .. .
„Ach ja, ja, nicht wahr, Frau Perrine,“ rief Bruyere ſchaudernd; „die Schande .. das iſt ſo etwas Graͤßliches, die Schande .. und dann die Spoͤttereien .. die Verach⸗ tung. wenn man nicht an ſo etwas gewoͤhnt iſt. O! die Schande ſehen Sie ich ſtuͤrbe daruͤber.“
Und als Bruyère bemerkte, daß Mad. Perrine bei dieſen letzten Worten zuſammenbebte und ſie mit Staunen und unruhiger Neugier anſah, eilte ſie, hinzuzufuͤgen: „Auch hatte ich, Frau Perrine „ als vorhin Vater Jacques mir ſagte, daß ich vielleicht meine Mutter kennen lernen koͤnnte .. anfangs eine Freude . ach ſo groß .. aber bald darauf ſagte ich mir: wenn ich nun auch meine Mutter entdeckte .. . wenn ich zu ihr ginge .. wuͤrde ich ihr vielleicht große Schande bereiten .. durch meine Gegenwart und ich ich ihre Tochter . waͤre es dann geweſen, die dieſen Fehltritt, dieſe Schande .. wieder hätte aufleben laſſen! ... Und doch .. ſeine Mut⸗ ter kennen lernen . ſie ſehen o, Frau Perrine .. was ſoll ich thun? ... Großer Gott, was ſoll ich thun? Sie ſehen ſelbſt, daß Sie mir einen guten Rath geben muͤſſen. .. Aber was iſt Ihnen? Sie werden ſo blaß . Ihre Haͤnde zittern.“
„Es iſt nichts, mein Kind,“ antwortete Mad. Perrine mit verſtorter Stimme, mit der Hand uͤber ihre gluͤhende


