Viertes Rapitel.
Das Portrait. 3
Che man in die Stube gelangte, in welche Bruyere eingetreten war, mußte man längs der äußern Waͤnde der Meierei am Ufer des Teiches hin uͤber einen kleinen dunk⸗ len Vorplatz gehen.
Dieſe, obgleich ſehr beſcheiden ausſehende Stube war doch im Vergleich zu den verfallnen Gebäuden der Meierei faſt luxuriös. Eine neue Tapete uͤberzog die erſt neuerlich gegipſ'ten Lehmwaͤnde. Das hohe Kamin mit hoͤlzernem Geſimſe war mit einem Behaͤnge von gruͤner Serge ge⸗ ſchmuͤckt, nach alter Mode in Feſtons aufgezogen und gelb galonnirt, waͤhrend ein großer vor demſelben ausgebreiteter Teppich theilweiſe die glänzende Täfelung des Bodens ver⸗ barg. Ein gutes Bett, einige einfache, aber reinliche Mo⸗ bein machten das Geräth der Stube aus, welche am Tage
blos durch ein altes kleines Fenſter erhellt wurde, deſſen
gruͤnliche, achteckige Glasſtuͤcken in Blei eingelaſſen waren.


