Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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was er fur einen Traum hielt, und was doch nur eine ſei⸗ ner ſeltnen Wiederetinnerungen war.

„Vater Jacques,“ rief Bruysre, uͤber die Streu des Greiſes gebeugt, „ich beſchwoͤre Euch, nur noch eine Anſtren⸗ gung! . Dieſe Perſon war ſie meine Mutter? .. mein Vater? .. wißt Ihr ob ſie noch leben?“

„Ich weiß nichts mehr .. .“ murmelte der Greis mit ſterbender Stimme.

„Meine Mutter? . nur noch Ein Wort; und meine Mutter?“

Vater Jacques bewegte maſchinenmaͤßig ſeine Lippen; einige unartikulirte Töne entflohen ihnen noch, dann ſchloß er die Augen und ſtieß von Zeit zu Zeit ſchmerzliches Ge⸗ ſtöhn aus, als ob die Unterhaltung mit dem jungen Maͤd⸗ chen ihn einen Augenblick ſeine Schmerzen vergeſſen laſſen, und ſie nun mit erneuter Heftigkeit zuruͤckkehrten.

Bruyere, die ſich nun nach neuen Verſuchen uͤberzeugt hatte, daß alles Drängen von ihr vergebens ſei, lockerte nun, von ihrem Unvermögen, die Leiden des Greiſes zu lindern, ſchmerzlich durchdrungen, das Stroh, das ihm zum Kopfkiſſen diente, ein wenig auf, ſtellte nahe zu ihm das Koͤrbchen mit den wilden Maulbeeren hin und verließ dann zitternd, ergriffen, bewegt und an die ſonderbare Mittheilung des Vaters Jacques denkend, den Stall.

So brennend auch ihre Neugier in Bezug auf den geheimnißvollen Verſteck war, den der Greis angedeutet 4*