ſchaften Bruytres betroffen, entſchloß ſich, ſich ihrer zu be⸗ dienen, um den Schatz von Kenntniſſen, die er geſammelt hatte, und welche ſo lange vergraben zu haben er ſich vor⸗ warf, zu verbreiten und mitzutheilen. Mit Bruyèren .. und nur mit ihr allein .. ſprach er ſeitdem und ſein Wiſ⸗ ſen in kurze einfache und klare Säͤtze zuſammenfaſſend, unterrichtete er das junge Maͤdchen, deſſen durchdringender Verſtand ſich dieſe vortrefflichen Aufgaben bald aneignete, mit vieler Geduld.
Da Vater Jacques ſo zu ſagen die aberglaͤubiſchen Beduͤrfniſſe der Bewohner dieſes einſamen Landes kannte, ſo hatte er ſich von Bruyere feierlich verſprechen laſſen, nie die Quelle ihres Wiſſens zu entdecken, indem ſeine Rath⸗ ſchläge um ſo größeres Gewicht haben mußten, je ſonder⸗ barer und geheimnißvoller ſie ſchienen. Die Art von Zauber, mit dem das junge Maͤdchen durch Schoͤnheit, Anmuth und angeborne Originalitaͤt ſchon umgeben war, ſtand Vater Jacques nach Wunſche darin bei. Den Rath des achtzig⸗ jährigen gelaͤhmten Greiſes haͤtte man verſpottet, in dem Munde Bruytres wurde er mit einer faſt aberglaͤubiſchen Verwunderung aufgenommen und galt fuͤr ein Orakel, wenn man ihn faſt unfehlbar vom gluͤcklichſten Ausgange begleitet ſah.
Dies war das Geheimniß von Bruyeres Wiſſenſchaft.
Ungluͤcklicherweiſe ſchwächten ſpaterhin Schmerzen und Alter den Geiſt des Greiſes, ſein Gedächtniß ging faſt gänzlich verloren und wenn noch manchmal die Vergangen⸗


