Ihre Scheune wird bei 8 gut bebauten Ackern voll werden 3 faſt leer bei 40 ſchlecht bebauten.“ un meine andern 32 Acker?“ fragte der Greis nach⸗ denkend.
„Auf die weniger ſchlechten ſäen Sie Esparſette. Da⸗ mit werden Sie einiges Vieh ernaͤhren koͤnnen, das Vieh wird Ihnen Duͤnger geben, und ohne Duͤngung kein Korn.“
„Und mein ſchlechteſter Boden?“
„Saͤen Sie Tannen hinein . . . das iſt der Baum unſerer armen Sologne . . . das iſt der Baum des guten Gottes. Sein Holz dient dazu unſre Häuſer zu bauen, ſein Blatt heizt den Backofen, ſeine Zapfen brennen auf dem Heerde, ſein Saft rinnt als Harz. Der ſchlechteſte Boden iſt gut fuͤr ihn, er waͤchſt ohne Sorgfalt und Muͤhe und bringt ſchon mit 6 Jahren Geld ein.“
Dieſe eben ſo einfachen als verſtändigen Rathſchläge, auf das Studium und die Erfahrung der verſchiedenen Eigenthuͤmlichkeiten des Bodens begruͤndet, waren zu klar, zu logiſch und beſonders zu praktiſch, um den Verſtand des Greiſes nicht anzuregen; aber die Gewohnheit, dieſe unſe⸗ lige Schickung in laͤndlichen Beziehungen kaͤmpfte noch hef⸗ tig gegen den guten Inſtinkt des Greiſes, der ihm zurief, ſich dieſen Lehren Bruyeres zu fuͤgen. Dieſe errieth die urſache ſeines Zoͤgerns, rief daher Herrn Chouart hinzu und ſagte zu dieſem:
„Herr Chouart, was gab ich Ihnen ver gangnes 2wr fuͤr einen Rath?“


