Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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faͤllt, bis zu dem Samen, den Ihr in Eure Furchen ſtreut.

O nein, nein! Nie iſt die Erde undankbar! Wenn ſie auf

die Laͤnge hin aͤrmer wird, wenn ſie ſich erſchöpft, die arme

Ernaͤhrerin, ſo geſchieht es, weil ſie als verſchwenderiſche

Mutter ſtets uͤber ihre Kraͤfte giebt, weil man ſtets ohne

Raſt und Ruhe von ihr fordert . . . O Erde! heilige,

ſegensreiche Erde! wann wirſt Du Dich nach dem Geheiß

des guten Gottes uͤberall und ohne Muͤhe mit Wald, Ern⸗

ten und Blumen bedecken? Wann wirſt Du alle Deine ar⸗

beitſamen Kinder in Ueberfluß und Freude leben ſehen?“ Unmöglich wäre es, die Stellung und Phyſiognomie

Bruyeres, mit denen ſie dieſe Worte ſprach, wiederzugeben. Ihre großen meergruͤnen zum Himmel erhobenen Augen glänzten ſo leuchtend wie die Sterne, welche am Zenith zu funkeln begannen. Die ketzte roſige Helle der Daͤmmerung breitete geheimnißvolle Reflexe uͤber das hinreißende Geſicht des jungen Madchens, ſtrahlend von Glauben und Hoff⸗ nung auf die väterliche Guͤte des Schoͤpfers.

Die Frau und das Kind, der Greis und ſein Sohn, wie der andre Paͤchter hoͤrten Bruyore ſchweigend zu und etrachteten ſie mit ehrfurchtsvoller Bewunderung. Fuͤr

dieſe einfachen und unwiſſenden Leute war dieſe etwas dich⸗ teriſche Sprache, die ſie vernahmen, eine Art magiſcher Be⸗ ſchwoͤrung, welche den Zauber, mit dem das junge Mad⸗ chen umgeben, noch vermehrte.

Nachdem dieſe einen Augenblick lang ſich unwillkur⸗ lich ſo hatte hinteißen laſſen, fuͤhlte ſie, daß hier Thatſachen