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ſchlechter, ſo daß es ein Jammer iſt. Man ſollte
glauben, ein Jahr verſchlimmre das andre . die letzten waren ſchon ſehr ſchlecht, aber das vorige und jetzige ſind noch elender. Auf 20 Ackern Weizen . . was ernte ich denn ein? Kaum 20 Scheffel. Heißt das eine Ernte? .. Halbe Aehren und ſo durchſichtig und mager! Hat's doch kaum wieder den Samen zur neuen Ausſaat getragen! — Oh, verwuͤnſcht ſeieſt Du, undankbarer Boden!“ rief der Greis und ſtampfte voll Verzweiflung mit dem Fuße.
„Ha, der Vater hat ganz Recht,“ ſagte der Sohn, „Alles geht immer ſchlechter. Verwuͤnſcht ſei der Boden, der gegen den armen Bebauer ſo undankbar iſt! Verwuͤnſcht dieſer boͤsartige, harte Boden!“
Als Bruydre dieſe Verwuͤnſchungen gegen den böſen Willen des Bodens hoͤrte, nahm das reizende Geſichtchen Bruydres plotzlich den Ausdruck der Trauer und Betruͤb⸗
niß an, als ob ſie Jemand, der ihr theuer und heilig, habe
ungerecht beleidigen gehoͤrt. Sie wendete ſich alſo an den Greis mit dem Ausdrucke ſanften Vorwurfs und einer Art
von Aufregung, die ihrer Schoͤnheit einen eigenthuͤmlichen
Charakter der Hoheit verlieh.
„Oh! achtet, liebt, ſegnet die Erde des guten Gottes! die freigebige, unermuͤdliche Mutter! Giebt ſie nicht fuͤr ein Koͤrnchen zehn Aehren? fur eine Eichel einen Wald von Eichen? Immer geoͤffnet, iſt ihr Buſen bereit Alles zu be⸗ fruchten, vom Koͤrnchen an, das der Wind ausſaet, vom Kerne der Frucht an, der aus dem Schnabel des Vogels


