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keit. „Wie wohl thut man zu Ihr zu gehen! Mein Kind iſt halb gerettet. . . . Aber,“ ſetzte ſie furchtſam und zoͤgernd hinzu: „das iſt noch nicht Alles; wenn Sie nur noch ein paar Worte gegen ſeine Krankheit ſagen wollte, wuͤrde mein armes Kind ganz gerettet ſein.“
Bruyere glaubte ſehr verſtaͤndig, daß ihr Rath an An⸗ ſehen gewinnen und noch genauer befolgt werden wuͤrde, wenn ſich zu ihm irgend eine geheimnißvolle Eigenthuͤmlich⸗ keit geſellte; ſo loſete ſie denn langſam, indem ſie uͤber die Bitte der Mutter nachzudenken ſchien, einen der Zweige von Haidekraut aus ihren braunen Haaren, brachte ihn an ihre roſigen Lippen, die myſteriöſe Worte zu murmeln ſchienen, und ſteckte dann mit feierlicher Miene, die mit ihrem kleinen Wuchſe und kindlichem Geſichte contraſtirte, dieſes grüne und rothe Aeſtchen der armen Frau mit den Worten zu:
„Nehmt dieſen Haidezweig.“
„Schoͤnen Dank, mein liebes Tochterchen,“ ſagte die arme Frau und nahm ihn mit einer Art ehrfurchtsvoller Vorſicht.
„Sobald Ihr die Matratze bekommt, welche Herr Chouart Euch fuͤr Euer Kind geben wird,“ fuhr das junge Mädchen fort, „ſo ſchneidet dieſen Zweig in 7 Stuͤcke .. nicht mehr, nicht weniger. . . daran iſt viel gelegen.“
„In 7 Stuͤcke?“ wiederholte die Frau und hörte dem jungen Madchen mit tiefer Andacht zu.
„Aber Ihr muͤßt, bis Ihr es thut, den Untergang der 2


