Sonne abwarten,“ ſetzte Bruyore hinzu und legte ihren Zei⸗ gefinger an ihre Lippen, um dadurch dieſer Empfehlung noch mehr Gewicht zu geben.
„O, gewiß, gewiß, ich werde bis Sonnenuntergang warten,“ verſetzte die Mutter.
„Dann,“ fuhr die Magierin fort, „legt Ihr die ſieben Stuͤcken in die Wolle der Matratze und naͤht dieſe wie⸗ der zu.“
„Und wohin ſoll ich ſie denn in der Matratze legen, liebes Kind?“
„Drei Stuͤckchen an das Eine und vier an das andre Ende.“
„Drei Stuͤckchen an das Eine und vier an das Andre,“
wiederholte die Mutter noch immer mit derſelben ehrfurchts⸗ vollen Sammlung.
„Nur daß Ihr etwas mehr Wolle auf die Seite brin⸗
gen muͤßt, wo die vier Stuͤcken liegen, und auf dieſe Seite muß auch der Kopf Eures Kindes gelegt werden.“
„Ich werde es nicht vergeſſen, liebes Töchterchen.“
„Aber gebt wohl Acht,“ ſetzte Bruydre mit ernſter Miene hinzu: „damit die Stuͤckchen des Aſt's ihre Wir⸗ kung behalten, muͤßt Ihr alle vierzehn Tage die Matratze auftrennen, und die Leinwand bei Sonnenaufgang waſchen.“
„Gut, mein Kind.“
„Und dann muß die Leinwand ſieben Stunden lang in freier Luft liegen.“


