Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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im Februar faſt das ganze Stroh von unſerm Dache mit weggenommen, ſo daß es faſt an nichts mehr zuſammen⸗ hing. Mein armer Mann ging in den Wald nach dieſer Seite des Thales zu, und ſchnitt Ginſter ab, um es wenig⸗ ſtens ein wenig wieder zu bedecken und Weidenabfall *), um uns zu waͤrmen, aber die Feldwaͤchter des Herrn Grafen verboten ihm, etwas mit zu nehmen. Ach Gott, dann hat es in unſter Stube eben ſo ſehr geregnet wie draußen, und beſonders bei Nacht, da war es ſo kalt .. kalt wie Eis. Seit der Zeit iſt mein armer Kleiner blaß geworden, und hat gehuſtet und gezittert. . . und dann am Ende iſt er verfallen, wie Sie ſieht . . .“ ſetzte das arme Weib mit Thraͤnen hinzu. . . . „Ach meine Gute, Liebe .. meine ganze Hoffnung ſteht nür noch auf Ihr Sie zann wenn Sie will. . . . Sie braucht ja nur .. ein paar Worte zu ſprechen. Befreie Sie es doch von ſei⸗ nem Leiden, ſei Sie ſo gut, wie Sie ſo vielen Läm⸗ mern geholfen hat.“ Mehre Male ſchon war Bruykre bei dieſer naiven und traurigen Conſultation im Begriff geweſen, die arme Frau zu unterbrechen, hatte aber nicht Muth genug dazu gehabt. Nachdem ſie nun das Kind genau betrachtet und ſeine bei⸗

²) Der abgeſtorbene Theil der Weidenblätter, welche jähr⸗ lich abfallen und eine Art ſchlechter Streu bilden, die man auch im Nothfalle zur Heizung brauchen kann.