Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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gluckſten ſie mit ſo triumphirender, ſo herausfordernder und kecker Stimme, daß ſie Thiere und Menſchen zu bedrohen ſchienen, ſich ohne ihre Erlaubniß nicht ihrer Gebieterin zu nahen.

Beim Anblicke dieſer beiden ungeheuern Voͤgel von 3 Fuß Höhe und 5 Fuß im umfange, mit kräftigem Flü⸗ gelſchlage, ſcharfem Schnabel und ſpitzen Sporen, begriff man leicht, wie Herr Beaucadet trotz ſeiner Tapferkeit doch etwas in Verlegenheit gerathen ſein konnte, ſich mit der Saͤbelſcheide gegen ſo rohe Angreifende zu vertheidigen.

Auf ein Zeichen von Bruyere hielt dieſes ganze Ge⸗ flugel, voll Freude gluckſend, vor der Thuͤre zu dem Huͤh⸗ nerſtalle ſtill, deſſen enges Pfoͤrtchen nun das junge Mäd⸗ chen oͤffnete, um ihre Heerde zaͤhlen zu koͤnnen. So ging denn eins nach dem andern voruͤber nach Rang und Wuchs, die juͤngſten zuerſt, Alles jedoch ohne ſich zu draͤngen, mit bewundernswuͤrdiger Disziplin, waͤhrend die beiden großen kalekutſchen Haͤhne, die vermoͤge Alters und Ergebenheit einige beſondere Privilegien genoſſen, ihre Gefaͤhrten ma⸗ jeſtaͤtiſch vor ſich vorbeidefiliren ließen, indem ſie ſogar durch einige unparteiiſch vertheilte Schnabelhiebe die Lang⸗ ſamkeit der Ruͤckbleibenden oder ſeitwaͤrts Schweifenden an⸗ feuerten. Als nun mit Ausnahme dieſer beiden wichtigen Perſonnagen die Heerde ihr Lager erreicht, oͤffnete Bruyere die Thuͤre des Stalles. Obgleich in dieſem Augenblicke das Geſicht des jungen Mädchens eine tiefe Schwermuth zeigte, ſo umſpielte doch ein ſanftes Lächeln der Zufriedenheit deſſen