Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

kraͤftiger Arbeiter geweſen ſein“, fuhr der andere Ackerknecht fort. —

„Und jetzt aus! . gelaͤhmt an allen Gliedern!“

„Das waren die Erkaͤltungen bei den Moraſt⸗Umbre⸗ chungen, die ihm ſo die Glieder verdreht haben, wie einen Sichel⸗Handgriff.“

„Und dann ſpäter die Thaue in den Herbſtnaͤchten, als er Schäfer geworden war.“

„Und das ſteht uns ebenfalls bevor, wenn wir alt ſein werden, und vielleicht noch fruͤher. . .. Ja, es iſt nicht zum Lachen ich werde die Fieber nicht mehr los.“

„Alle Wetter! Es wird uns nichts Anderes gebraten, als allen Andern,“ ſagte la Robin, das arme, häßliche Ge⸗ ſchoͤpf, der es nicht an der Sorgloſigkeit und Philoſophie der Geringen fehlte. „Je mehr man mit der Hacke arbeitet, ſemehr bekommt ſie Scharten, und wenn ſie endlich nichts mehr nuͤtze iſt, wirft man ſie in's alte Eiſen. Dagegen iſt nichts zu thun.“

„Nichts .. das verſteht ſich das iſt nun einmal ſo das Loos.“

„Aber es iſt doch ein Loos, das fuͤr arme Leute ſehr ſchmerzlich iſt,“ ſagte einer der Stallknechte.

„O ja, freilich, und hart, wer es zieht.“

„Ho, ho! man zieht es eben,“ verſetzte la Robin. „Loos iſt Loos!“

„O Du, la Robin, Du,“ verſetzte der Knecht, „Dich koͤnnte man eher in Stucke reißen, als daß Du ſagteſt: ich

W5