Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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ſolcher ſchuͤchternen Reinheit, ſolchem zugleich anziehendem und keuſchem Zauber begabt hat, welche das Weib characte⸗

riſiren und Erziehung entwickelt wie befruchtet, denn jede

dieſer koſtbaren Gaben ſcheint den Keim oder die Verpflich⸗ tung zu einer Anmuth oder Tugend enthalten zu muͤſ⸗ ſen. —

Statt deſſen aber war dieſes Pachtermaͤdchen, ohne Er⸗ ziehung, ohne Unterricht, ohne Pflege, wie es der Fall bei ihrer Mutter und unzähligen andern ihres Gleichen ebenfalls war und iſt, noch mehr zu beklagen, als in aͤhnlicher Lage ein Mann. Von allem Gluͤcke enterbt, von aller Freude auf der Welt, hatte es uberdies noch in Folge von Arbeiten, Anſtrengungen und Elend ſelbſt die Phyſiogno⸗ mie, ja faſt die Geſtalt verloren, die ihr der Himmel gege⸗ ben. Und wenn der Anblick der phyſiſchen Entartung bei einem Manne das Gemuͤth ſchmerzt, muß nicht der eines Weibes, gleich dem, deſſen Bild wir oben entworfen haben, ein noch bittreres, peinigenderes Gefuͤhl verurſachen?

Nicht lange, ſo kamen auch zwei Ackersknechte wieder in die Pachtung. Jeder derſelben ſtieg von dem Pferde auf dem zr geſeſſen. Das Pferdegeſchirr ward ſorglos da⸗ und dorthin in einen Winkel, auf den Duͤngerhaufen oder in die ſtinkende Lache geworfen, die bis an die Bruſt beſchmutz⸗ ten Pferde aber in dieſem S am andern Ende des

Viehſtalls angebunden.

Waͤhrend der Zeit ergriff der kleine Kuhhirt eine un⸗ geheure topferne Schuͤſſel und ging nach der Thuͤr der Pach⸗

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