Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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gaben ſeinen ſchönen, aber gewoͤhnlich weibiſchen Zügen einen Charakter uͤberraſchender Entſchloſſenheit. Seine Augen glänzten hell und kühn, ſeine Wangen rötheten ſich leis und unter dem kleinen blonden und ſeidnen Schnauzbarte ließen ſeine durch ein beleidigendes Lächeln zuſammengezo⸗ genen Lippen in etwas eiligen Abſaͤtzen den Rauch ſeiner Cigarre hervordampfen. In dieſem Augenblicke warf Raphaele, die ſich immer ängſtlicher an ihre Mutter draͤngte, einen langen Blick voll Schmerz und Vorwurf auf Scipio. Ach! nie war er ihr ſchoͤner vorgekommen. Selbſt der Graf Duriveau konnte ſich trotz der gehei⸗ men Gruͤnde, welche fuͤr ihn dieſen Auftritt hoͤchſt unan⸗ genehm machten, nicht enthalten, beim Anblicke der uner⸗ ſchrocknen Stellung ſeines Sohnes eine Art Stolz zu em⸗ pfinden. Doch ſagte er, um einen Verſuch zu machen, die Aufregung der Bauern zu beruhigen und wider Willen doch der almächtigen Obergewalt gewiſſer Gefuͤhle der Moralität huldigend, welche der freidenkendſte, entartetſte Vater den⸗ noch nie verletzen wurde, wenn er in Gegenwart Andrer mit ſeinem Sohne ſpraͤche, mit lauter und feſter Stimme

zu ihm: 107 „Die Beſchuldigung, die auf Dir laſtet, mein Sohn, iſt ſchwer, doch hoffe ich, daß ſie troß alles Anſcheins dage⸗ gen, ungegründet ſei. Nicht als ob ich mehr als Du und fur Dich ſolche alberne Drohungen furchtete, ſondern weil