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Es waͤre unmöglich die melancholiſche Ruhe dieſes Lan⸗ des mit weiten, durch immer grune Maſſen von Tannenwal⸗ dern gebildeten Horizonten zu beſchreiben, dieſe tiefe Einſam⸗ keit, wo nur ſelten der ſchallende Ton der Holzhauerart wie⸗ derhallt, und aus denen beim Wehen des Windes ſich ein dumpfes, langes, ernſtes Getöſe erhebt, gleich dem fernen Brauſen des Meeres, ein Getöſe, das durch die Bewegung und Reibung der Aeſte der gruͤnenden Bäume hervorgebracht wird. Auch iſt es ein Anblick nicht ohne Majeſtät, wenn die Sonne ſich langſam hinter dieſe Ebenen ſenkt, unermeß⸗ lich und eben wie ein See, und mit roſiger Haide und gold⸗ gelben Binſen bedeckt, welche der Abendhauch ſanfte Wellen werfen laͤßt, wie ein Teppich von Gruͤn und Blumen.
Die Raubvöget, welche die großen unbeſuchten Wälder zu ihrem Aufenthalte wählen, die Adler der Sologne, Falken und Geier ſind eben ſo haufig in dieſen Einſamkeiten zu fin⸗ den, als Sumpfvogel aller Art.
Beſonders anziehend iſt im Winter der Anblick der dunkeln, immergruͤnen Fichtenwälder, hier und da mit Bu⸗ chen und Eichen gemiſcht, unter deren Schutz der Wolf, der Fuchs und das Eichhörnchen leben, und in die ſich haͤufig die Hirſche und Eber der nachbarlichen Waͤlder verlaufen.
Kein Wunder alſo, daß dieſe Gegenden das gelobte Land der Jaͤger und folglich auch der Wildſchutzen ſind, denn Haſen, Faſane und Rebhuͤhner giebt es dort in Menge, und das Kaninchen gedeiht in ſolchem Grade, daß der reiche


