Teil eines Werkes 
1. Band (1847)
Entstehung
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bloßes Erzeugniß der Mode ſein, ein ſolcher muß vielmehr tief begruͤndet in dem Zeitleben und dem Zeitbewußtſein des Volkes ſelbſt ſein, das durch das Werk des Dichters treu geſchildert und von ihm in ſeinen feinſten Beziehungen beruͤhrt worden iſt. Nicht ausſchließlich dem Talente Sue's kann der außerordentliche Erfolg ſeiner Romane zugeſchrieben werden, denn ſein Talent iſt kein ſo gar weit uͤber das andrer Schriftſteller hervorragendes, aber wiederum muß man geſtehen, daß nur ein Talent, wie gerade das Sue's, mit ſeiner eigenthuͤm⸗ lichen Entwickelung, mit ſeiner in einem vielfach bewegten Leben erlangten praktiſchen Reife dazu gehorte, Schoͤpfungen hervorzubringen, die eine Welt begeiſtern.

Sue hatte den Muth, und es erfordert einen großen Muth, mit entſetzlicher Wahrheit die Sittenverderbniß der im Elend untergehenden Volksklaſſen zu ſchildern; er hatte den Muth, die Verderbtheit der hoͤhern Stande zu offenbaren und ſie als um ſo ſtrgfbarer darzuſtellen, da dem Proletarier Mangel an Erziehung, ſſes Beiſpiel von Jugend auf, Unwiſſenheit, Noth und Elend, das nur durch Verbrechen fuͤr Augenblicke verſcheucht werden mag, endlich Hunger und all der Jammer, der ſeine Wiege umgiebt, faſt keinen andern Weg als den des Laſters freilaſſen. Dieſe Schaͤden unſerer Geſellſchaft hat Sue mit einer Wahrheit aufgedeckt, wie vor ihm noch