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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Selbſtmorde ich glaubte Dich kodt und betete Dich an! Dieſe Liebe jenſeits des Grabes beweiſt Dir meine Reue . . Vergibſt Du mir? Julian, mit Schrecken. Ja ich vergebe Ihnen. Die Marquiſe d'Alfi zu Fanchette.

Mädchen, derjenige, welchen Du liebſt, hat granſam gelitten . Durch Dich ſei ſein Leben ſo ſanft, als es durch mich gemartert war . Julian ein letztes

Mal hefte Deine Augen auf die meinigen. (Der juuge Mann bleibt auf den Knieen, ſein Geſicht in ſeinen Händen ver⸗

bergend.) Julian . „flehentlich bitte ich Dich . ſchaue

mich . ein letztes Mal an⸗

Julian ſchläst ſeine von Cbränen erfüllten Augen zur Mar⸗ quiſe auf.

Ich . habe geſagt ich verzeihe Ihnen.

Die Marquiſe d Alfi ſchaut Julian mit einem Blicke voll Leidenſchaft an: ihre Züge drücken abwechſelnd die Ver⸗ zweiflung, die Liebe, die Gewiſſensbiſſe aus; dann wird ſie immer ſchwächer, ſie kaun ſich kaum mehr halten, weicht, beſtändig Julian betrachtend, zurück und näbert ſich ſo dem Rande der Plattform des Lehnſtuhles. Der Ab⸗ ſturz iſt nur noch zwei Schritte hinter ihr; die er⸗ ſchrockenen Führer bemerken nicht, daß Cornelia frei⸗ willig bis zu dieſer äußerſten Grenze gekommen iſt. jenſeits der ſich die unermeßliche Tiefe des Abgrunds öffnet.

Die Marquiſe d'Alfi mit einem Ausbruche wahnſinniger Leidenſchaft. Julian „ ohne Dich vermöchte ich nicht zu leben! . ich ſterbe . . Dich anſchauend! . .. Nachdem ſie dieſe letzten Worte geſprochen, ſtürzt ſich die Marguiſe rückwärts und verſchwindet im leeren Ranme. Cornelia d'Alfi. 13