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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Fanchette.

Als ich dieſen Morgen Julian bei ſeiner Ankunft den Ring zeigte, den Sie mir als Trauring gegeben hatten, erkannte Julian, daß er Ihnen gehörte, Herr Robert; denken Sie ſich mein Erſtaunen! Hernach öffneten wir das Päckchen, das Sie mir eingehändigt, es enthielt Gold und ein Billet, in dem Sie mir ſchrieben, dieſes Gold ſei meine Mitgift . . . und man werde Ihren Leib auf der Tournette finden. Der erſte Schrei von uns Beiden war, wir wollen auf den Berg gehen, wo es ſchneien müſſe, da das Wetter in der Ebene ſehr ſchlecht; wir beeilten uns, mit Joſon, meinem Vetter, der ſchon öfter auf der Tournette geweſen iſt, abzu⸗ gehen; als wir durch Veyrier kamen, war Lärmen im Dorfe; die Dienſtboten dieſer Dame, welche ebenſo beſorgt um ihre Gebieterin, als wir es um Sie waren, Herr Robert, hatten Führer verſammelt; wir machten ſchleunigſt den Weg mit einander, und Gott ſei Dank, wir ſind zeitig genug angekommen.

Robert, deſſen Bläſſe und Schwäche immer mebr zuneh⸗ men, und der ſeine letzte Stunde kommen fühlt, zieht ſeinen Sohn und Fauchette in ſeine Arme.

O mein Julian, geſtern ſagte ich zu dieſem ſanften Mädchen: „Fonchette, wenn ich einen Sohn hätte, ſo wünſchte ich zu ſeinem Glücke, er bekäme eine Gefährtin wie Euch;“ meine Wünſche find erhört, kommt . kommt Beide au mein Herz .

Julian und Fanchette werfen ſich voll Innigkeit in die Arme von Robert, der immer noch, an ein Felsſtück angelehnt, daſitzt; die Marquiſe d'Alfi iſt durch die Be⸗ mühungen von Pietro ſeit Kurzem wieder völlig zu ſich gekommen; ſie hat Julian erkannt, ſie hat das Geſtänd⸗ niß und die Erzählung ſeiner Liebe für Fanchette gehört, die er bald heirathen ſoll. Bei jeder von dieſen Ent⸗ deckungen, über die ſie ganz beſtürzt iſt, richtet ſie ſich mehr und mehr, ſtumm, leichenbleich, erſchrecklich⸗ auf „