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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Die Marquiſe d Alfi vebt, wirft einen tieſen Blich auf Robert und bleibt ſtumm und nachdenkend.

Der Horizont iſt beinahe ganz verdüſtert, ein hefti⸗ ger Sturm rückt heran und treibt dicke Wolken vor ſich her, doch der Lehnſtuhl iſt ſo hoch, daß ſie zu ſeinen Füßen rollen und ſchwimmen, wie ein Meer von ſchwar⸗ zen Dünſten, ſtellenweiſe durchfurcht von Blitzen. Man hört in der Ferne das dumpfe Toſen des Donners, doch über dem Lehnſtuhle glänzt noch an einem azurblanen Himmel die Sonne.

Die Marquiſe hat bei den Worten ihres Führers: „Ich bin der Vater von Julian,“ geſchauert. Bald aber er⸗ hebt ſie ihre kühne Stirne wieder, ſchaut Robert feſt an, nähert ſich ihm, ſetzt ſich auf das Felsſtück, von

dem ſie aufgeſtanden war, und ſpricht mit einem ſpöt⸗ tiſchen Lächeln und einem eiskalten Phlegma zu ihm:

Ah! Sie ſind der Vater von Julian! Nun wohl! mein lieber Herr, laſſen Sie uns plaudern.

Robert erhebt beide Fäuſte gegen die Marquiſe.

Ungeheuer!

Die Marquiſe d'Alfi, immer ſitzend und ihn feſt

anſchauend. Gut . und ſodann? Robert außer ſich, packt mit beiden Händen die Marquiſe krampf⸗ haft bei den Schultern. Du ſollſt ſterben. Die Marquiſe d'Alfi. Ich weiß es . . und hernach? Verſteinert durch ſo viel Keckheit, bleibt Robert un⸗ beweglich und betrachtet die Marquiſe dAlfi mit Entſetzen. Die bis jetzt unter der Plattform der Tournette auf⸗ gethürmten Wolken fangen an ſich dieſer allmälig wie eine ſteigende Fluth zu bemächtigen; das Brauſen des herannahenden Gewitters vermiſcht ſich mit dem Krachen