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des Lehnſtuhls und läßt, die Marquiſe ſtarr an⸗ ſchauend, die Ringe einen nach dem andern in den Abgrund fallen.)
Die Marquiſe d'Alfi, erbleichend.
Ich täuſchte mich! Es unterliegt keinem Zweifel
mehr er iſt ein Narr. . . Ich bin verloren! Robert, nachdem er die Juwelen in den Abgrund geworfen hat,
ſcheint den Horizont aufder weſtlichen Seite, wo Lyon liegt, zu betrachten; er ſtreckt ſeine Hand über ſei⸗ nen Kopf empor, um die Richtung des Windes, tit zu erheben anfängt, beſſer zu fühlen, und agt:
Der Wind wechſelt! Von Norden dreht er ſich gegen den ſchon mit Wolken beladenen Weſten; binnen Kurzem wird er uns umhüllen, und der Schnee wird auf den Gipfel fallen, auf dem wir ſind .. Marguiſe, dieſer Schnee wird unſer Leichentuch ſein.
Die Marquiſe d'Alfi ſinkt, gelähmt durch die Mävig⸗
. keit und den Schrecken, auf ein Felsſtück.
Hier! allein . .. der Willkür dieſes elenden Rarren anheimgegeben! Oh! ich bin verloren! ver⸗ loren!
Robert ſetzt ſich zu der Marquiſe.
Sie haben geſagt: verloren! Das iſt Schade, nicht wahr? Sterben mit ſechsundzwanzig Jahren, reich und ſchön! ebenſo ſchön als grauſam und verdorben! Beurtheilen Sie! Venus wäre im Vergleiche mit Ihnen häßlich und Meſſalina eine Heilige!! Und dann hatten Sie den Becher der Schande ganz geleert; Sie fühlten ſich ſo behaglich im Verbrechen, daß Ihre eherne Stirne nicht mehr erröthete Doch Ihre Dienſtboten errötheten für Sie (ich ſpreche mit Ihnen in der Vergangenheit und als ob Sie todt wären, weil Sie zu dieſer Stunde todt ſind). Es iſt wahrhaftig Schade, Sie wären in


