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Gipfel zu erreichen ſuchte, von wo aus ich Lyon und die Rhone, die Wiege und das Grab Deiner Liebe, ſehen werde!“
„Auf, Madame, noch eine kurze Anſtrengung!“ rief Robert, der auf der Firſte des Kamins kniete. „Von der Stelle aus, wo ich bin, kann ich Sie unterſtützen, kann ich Sie mittelſt des Seiles leiten . . . Seien Sie ohne Furcht, es iſt feſt angebunden.“
„Der Schwindel betänbte mich einen Augenblick, doch dieſe Schwäche iſt vorüber,“ erwiederte die Marquiſe. Und indem ſie mit Aufmerkſamkeit die Paſſage betrach⸗ tete, welche ſie zu erklettern hatte, bemerkte ſie ſtellenweiſe Hervorragungen am Felſen, welche ihr Aufſteigen um ſo mehr erleichtern mußten, als ſie ſich, unterſtützt durch das Seil und ſo beruhigt über jede Gefahr, nur noch zwiſchen den zwei Wänden des Kamins zu erheben hatte, ein allerdings mühſames, ſchwieriges Unternehmen, je⸗ doch ausführbar gemacht durch den Rath und die Anlei⸗ tung von Robert, der über Cornelia knieend und vorge⸗ neigt ihr zurief: „Setzen Sie Ihren Fuß auf dieſen Vor⸗ ſprung links . . . nun in jene Spalte rechts . . halten Sie ſich mit den Händen an dieſem Steine an .
Und ſo überwachte er jeden Schritt der Marquiſe, und indeß ſie fortwährend aufſtieg, ſagte er zu ſich ſelbſt, da er die Stunde ſeiner Rache immer näher rücken ſah:
„Steige auf, Weib . ſteige auf zu Deinem Grabe.“
Die Marquiſe erreichte ſo eine Art von kleiner Platt⸗ form, welche unter dem Bogen lag, den das Hinüberra⸗ gen des Steins bildete.
„Bleiben Sie hier, Madame,“ ſagte Robert, den ſie nun eingeholt hatte; „doch ſchauen Sie nicht durch die Oeffuung, welche auf dieſer Seite den Annecy⸗See zu ſehen erlaubt, der Schwindel würde Sie ſonſt erfaſ⸗ ſeu. Ich will Sie von dieſem Seile befreien, das nun unnütz iſt; dann werde ich über den Stein ſchreiten, um


