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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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des Kamins erreichen helfen . . . Schauen Sie aber, thteth Sie in dieſer Höhle bleiben, nur nicht zu Ihren Füßen.“

Zwiſchen ſeinen Zähnen das Ende des Seiles hal⸗ tend, mit dem die Marquiſe umgürtet war, ſetzte Robert ſeine Aufſteigung fort; Cornelia, obgleich ihr Führer ſie wiederholt nicht zu ihren Füßen zu ſchauen ermahnt hatte, gab noch einmal ihrer vermeſſenen Gewohnheit, den Gefahren eine Herausforderung zuzuſchlendern, nach. Sie machte ſich als eine Feigheit das längere Beob⸗ achten der klugen Einſchärfungen von Robert zum Vor⸗ wurf und ſenkte nnter ſich einen Blick . einen einzi⸗ gen Blick.

Die Höhle, in der ſich die Marquiſe dAlfi gekauert hielt, ward von einer Krümmung des Felſen gebildet, und an dieſer Stelle ragte dieſer dergeſtalt über ſeine Baſe hinaus, daß die Plattform, in deren Mitte er ſich erhob aus den Angen von Cornelia verſchwand; ſie erblickte nur noch die in einer ungeheuren Tiefe verlorenen Ab⸗ hänge des Gletſchers, der ſenkrecht über den Thälern von Thones und Serraval emporzuragen ſchien.

Beim Anblick dieſer unter ihr gähnenden Unermeß⸗ lichkeit waren der Muth, die Energie, der Wille der Marquiſe einige Secunden lang gelähmt; der entſetzlichen Anziehungskraft des leeren Raumes nachgebend, warf ſie ſich vergebens zurück, ſtemmte ſie ſich mit den Schultern gegen die Wände der Höhle, in der ſie kauerte, klam⸗ merte ſie ſich vergebens mit den Händen und den Nägeln an den Vorſprüngen des Felſen an. Dieſer Fels . ſie glaubte zu fühlen, wie er unter ihr weiche und lang⸗ ſam gegen den Schlund zuſammenlaufe, von dem ſie den Blick nicht mehr abwenden konnte .. Schon einer un⸗ überwindlichen Gewalt, die ſie rief, gehorchend, und als hätte ſie der Abgrund athmend on ſich gezogen, neigte ſie unmerklich ihren Körper vorwärts ihre Finger, die ſie krampfhaft an das Felsgeſtein anpreßte, ſchienen