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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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und Stolz, die man in ſich fühlt, wenn man ſich nach langen Stunden der Anſtrengungen und Gefahren bis zu dieſen Höhen erhoben hat, von wo aus man im Raume ſchwebt.

Plötzlich ſagte Cornelia zu ihrem Führer:

Und Lyon und Geuf. . und die Rhone?“

Robert ſtreckte langſam ſeinen Arm in weſtlicher Richtung aus und erwiederte:

„Sie ſehen jene Waſſerfläche, welche in der Sonne glänzt? Das iſt der Genfer⸗See; jener ſchwarze Punkt, das iſt die Stadt; jener bläuliche, bald zwiſchen ab⸗ ſchüſſigen Ufern eingezwängte, bald durch endloſe Ebenen ſich hinſchlängelnde Faden . . das iſt die Rhone.“

„Armer Julian!“ dachte die Marquiſe d'Alfi, „Du biſt nach Geuf, nach dieſer Stadt gegangen, die ich von hier aus ſehe, und Du haſt den Tod in jenem Fluſſe gefunden, den ich mit dem Blicke verfolge .. Deine theuren Ueberreſte ſind dort, vergeſſen in der Tiefe eines Schlundes!!“

„Der Morgennebel verhindert uns noch, Lyon am äußerſten Horizonte zu unterſcheiden,“ fügte Robert un⸗ empfindlich bei, „Sie werden die Stadt erblicken, wenn wir da oben auf dem Lehnſtuhle ſind.“

So ſprechend, deutete der Führer auf die letzte Höhe, die ſie erreichen mußten, um auf den höchſten Gipfel der Tournette zu gelangen.

Die Marquiſe ſchlug die Augen auf und ſah auf zwanzig Schritte von ſich, mitten auf der Plattform, in die er eingepflanzt zu ſein ſchien, emporſtehend einen un⸗ geheuren, an ſeiner Baſe, ſo zu ſagen, erdroſſelten Fel⸗ ſen, deſſen zackiger Kamm in Folge dieſer ſeltſamen Form auf allen Seiten hinausragte; dieſe weißlich graue Kalkmaſſe, welche kein Moos, keine Flechte grün färbte, hatte ungefähr hundert Fuß Höhe und hundert⸗ fünfzig Fuß Oberfläche; etwa in der Mitte ſeiner Breite