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denden Kräfte ſtählen ſich wieder . .. ſie ſchreitet vor⸗ wärts, beſtändig unterſtüßt durch Robert, der ihr auf dem Abhange des Gletſchers vorangeht, deſſen verhärteter Schnee unter den Füßen kracht. Schon verbreitet ſich im Oſten ein roſiger Schein und zerſchmilzt, allmälig abnehmend, beim Zenith in der azurnen Durchſichtigkeit des Himmels, während der Mond, immer glänzend, gegen Weſten niedergeht.
„Die Sonne! die Sonne!“ rief Cornelia; „ſie geht hinter dem Mont Blant auf.“
Plötzlich ſetzt ein ſeltſames, beinahe erſchreckliches Geräuſch die Marquiſe in Erſtaunen. Einige Schritte von ihr erhebt ſich ein Schwarm von Gebirgsraben ſo groß wie Adler und wirbelt über einer Abdachung, die dieſen Thieren bis jetzt als ſchirmender Aufenthaltsort ge⸗ dient hatte; ihr ſchwerfälliger Flug macht ſich ſo plötzlich, ſo geränſchvoll hörbar, daß die Marquiſe bebt, und in dieſer ungeſtümen Bewegung des Erſtaunens ſtrauchelt ſie, ihr Fuß glitſcht aus, ſie fällt und zieht ihren Führer, an deſſen Hand ſie ſich anklammert, nach ſich; vergebens will er ſeine Gefährtin zurückhalten, Beide gleiten auf dem mit glattem Schnee bedeckten Abhange him, welcher gegen unberechenbare Tiefen abläuft, in deren Mitte man verworren die Krümmungen der Thäler von Tho⸗ nes und Serraval erſchaut.
Im Augenblicke ſeines Falles hielt Robert ſeinen langen, an ſeinem Ende mit einer eiſernen Spitze be⸗ waffueten Stocke feſt und er verſuchte es durch eine ver⸗ zweifelte Anſtrengung, indem er ſeine Hand beinahe bis an die Dille dieſer Spitze laufen ließ, ſie in den feſt ge⸗ frorenen Schnee einzudrücken . Es gelang ihm .. Indem er ſich dann an ſeinem in das Eis eingedrückten Stock feſthielt, konnte er mittelſt dieſes Anhaltspunktes dem Impulſe widerſtehen, der ihn auf der Abdachung fortriß, und hier unbeweglich ſowohl ſich als Cornelia


