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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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halten, deren Hand fortwährend krampfhaft die ihres Führers preßte.

„Dieſe hölliſche Creatur iſt mit einem ſeltenen Muthe ausgerüſtet,“ dachte Robert, denn dem Tode trotzend, hatte die Marquiſe dAlfi in dieſem äußerſten Augenblick nicht einmal einen Schrei ausgeſtoßen; „ſie wird nicht erbleichen vor meiner Rache!“ Dann fügte er laut bei: „Nun, Madame, kaltblütig, klug, vorſichtig, und wir ſind gerettet.“ 2

„Ich bin ruhig,“ erwiederte die Marquiſe; „was muß ich thun?“

„Vor Allem meine Hand loslaſſen, Sie können dies ohne Furcht thun, wir ſind nun feſt auf dieſem Abhange.“

„Ich fürchte nichts,“ ſagte Cornelia, welche beinahe auf der Seite lag; und ſie ließ die Hand von Robert los, die ſie allein über den um ſie her gähnenden Ab⸗ ſtürzen halten konnte.

„Nun ahmen Sie mir nach, Madame; ſuchen Sie langſam auf die Kniee zu kommen, indem Sis ſo wenig als möglich Bewegung machen, um nicht abermals auszuglit⸗ ſchen .. Dann werden Sie mit Hülſe der Hände und der Kniee vorſichtig abermals den Abhang des Gletſchers hin⸗ aufſteigen; um ſich dies zu erleichtern, ergreiſen Sie das Gemſenhorn, das ſich an einem der Ende meines Stockes findet; ich werde das andere Ende halten, und das wird Sie unterſtützen; machen Sie aber beſonders ſe ungeſtümen Bewegungen, ſonſt ſind wir Beide ver⸗ vren

„Ich habe den Tod von nahe geſehen . . die Gemüthsbewegung iſt groß und herrlich geweſen ſie genügt mir,“ erwiederte die Marquiſe d'Alfi. Und mit ebenſo viel Gewandtheit als Geiſtesgegenwart be⸗ folgte ſie die Ermahnungen von Robert. „Seid unbe⸗ ſorgt,“ fügte ſie mit ſpöttiſchem Tone bei, „ich ſagte