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Robert, ſich mit der linken Hand auf ſeinen Stock ſtützend, die rechte der Marquiſe, ging vor ihr her, zog ſie nach ſich und half ihr ſo die mühſame Steige erklet⸗ tern, wobei er indeſſen ganz leiſe zu ſich ſagte:
„Steige auf, Weib .. ſteige auf zu Deinem Grabe!“
Und wenn man dieſen Mann mit dem grauen Barte mit ſo viel ängſtlicher Sorgfalt über der Sicherheit die⸗ ſer in Männerkleidern gehenden jungen Frau wachen ſah, hätte man doch glauben ſollen, es ſei ein Vater, der ſeinen jngendlichen Sohn auf ſeinem Pfade leite.
„Noch ein paar Schritte, Madame!“ rief Robert, als er wahrnahm, daß, trotz der unglanblichen Energie der Margniſe, die Müdigkeit ihren Gang wankend machte; „bald werden wir am Fuße des Lehnſtuhles ankommen, und dort ruhen wir einen Angenblick aus. .. Der Tag bricht an . . . Sie werden die Sonne hinter dem Mont⸗Blanc aufgehen ſehen, das iſt ein ſchöner Anblick. Muth!“
„Ich habe Muth,“ erwiederte die Marquiſe keu⸗ chend und durch eine verzweifelte Anſtrengung ſich gegen die Erſchöpfung, welche ſich ihrer bemächtigte, anſtem⸗ mend: „nein! . . . mein Körper wird nicht der Mü⸗ digkeit weichen! nein! . . ich werde da hinaufgehen! Ich werde Lyon . . . Genf . die Rhone ſehen.“
In ihrem unzähmbaren Wollen fand die Marquiſe dAlfi einen neuen Auſſchwung, und ſie ſetzte ſich wieder in Marſch, krampfhaft die Hand von Robert preſſend, der ihr voranſchritt und ſie nach ſich zog. So um den Berg hingehend, erreichten ſie den Abhang, der dem entgegengeſetzt, welcher den Annecy See beherrſcht, und ſodann den erſten Schnee des Gletſchers, der ſich abſchüſſig bis zu der Plattform erhebt, auf deren Mitte man den Lehnſtuhl erſchaut. Bei ſeinem Anblick ſtößt die Mar⸗ guiſe, die ſich beinahe am Ziele ihrer Aufſteigung ange⸗ kommen ſieht, einen Frendenſchrei aus, ihre hinſchwin⸗


