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ſenkrechten Abhänge, große Weiden beſtehend aus Kräu⸗ tern von einer außerordentlichen Feinheit, gewürzt durch einen ſanften Vanillegeruch, den zahlreiche Orchideen, halb verborgen im Graſe, ausſtrömten.
„Nein, ſprach die Marquiſe, „ich habe nicht Zeit gehabt, an die Müdigkeit zu denken; der Weg von Saint⸗ Germain an iſt bewunderungswürdig.“
„Wenn Sie mir glauben wollen, Madame, ruhen wir hier ein paar Augenblicke aus.“
„Haben wir noch weit zu gehen?“
„Ja, noch ſehr weit; ſind wir über dieſe jähen, ſchlüpfrigen Wieſen hingegangen, ſo befinden wir uns bei der Hütte vom Kreuze; dann hahben wir höchſtens zwei Drittel der Höhe der Tournette erreicht.“
„Und werden wir zum Lehnſtuhle vor Sonnenauf⸗ gang kommen?“
„Ich hoffe es, Madame, denn von der Hütte aus haben wir nur noch einige Felſenbänke zu erklettern, um den Gletſcher zu erreichen, der den Fuß des Lehnſtuhls umgibt . Wir müſſen alſo noch zwei Stunden mar⸗ ſchiren. Dieſer Marſch wird ſchwierig, gefährlich ſein . .. Ich rathe Ihnen auch, ein wenig Athem zu ſchöpfen.“
„Ich fühle durchaus keine Müdigkeit.“
„Madame, ich verſichere Sie, Sie müſſen Ihre Kräfte ſparen,“ erwiederte Robert; „ſonſt würden Sie erſchöpft bei den Zugängen des Lehnſtuhls ankommen; es wäre Ihnen, trotz meiner Unterſtützung, unmöglich, auf ſeine Spitze zu gelangen, und Sie würden den ſchönſten Anblick von Ihrer Erſteigung der Tournette verlieren. Wir wollen erſt in einer halben Stunde weiter gehen. . Entſchuldigen Sie, Madame, daß Ih⸗ nen ein armer Mann meiner Art widerſpricht, doch ich bin Ihr Führer und kenne die Schwierigkeiten des Weges.“ 6 Nachdem er dies geſagt, ſetzte ſich Robert auf das
ras.


