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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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blättrigen Steinbrechen beſäte Moosteppiche bedeckte; dieſe hundertjährigen Bäume waren ſo eng mit zahlloſen Zweigen bewachſen, daß man nur ſelten durch den Zwi⸗ ſchenraum ihrer Pfeile eine Ecke des beſternten Himmels erblickte; ziemlich große Lichtungen unterbrachen von Zeit zu Zeit dieſen Hochwald, und auf ihren Raſen, auf dem der Mond ſeine ſilbernen Wellen verbreitete, fielen die großen Schatten der Tannen; bei den Zugängen der Lichtung zeichneten ſich die minder gedrängt beiſammen ſtehenden Stämme und Aeſte in einem bläulichen, wie ein Dämmerſchein durchſichtigen Halbſchatten; das Brau⸗ ſen des in der Tiefe der Schlucht, welche den Wald durchſchneidet, hinrollenden Waſſers, das dumpfe Rau⸗ ſchen der von den Winden bewegten Zweige, ähnlich dem Gemurmel des am Ufer brandenden Meeres, der Flug eines durch das Herannahen der Tritte des Men⸗ ſchen plötzlich aufgeweckten Nachtvogels ſtörten zuweilen die impoſante Stille dieſer geheimnißvollen, finſtern Ein⸗ öden, wo Cornelia, in ihrer Begierde nach fieberhaften Aufregungen, das, nicht mehr ſchwermüthige und ſanfte, ſondern leichenbleiche, wie der Todeskampf erſchreckliche Bild von Julian heraufbeſchwor!

„Madame,“ ſagte Robert ſtille ſtehend, „Sie müſſen doch anfangen müde zu werden?“

XXXIX.

Der durch dieſen Wald gebahnte Weg wurde immer abſchüſſiger; eine friſchere, ſchärfere Luft kündigte die Hochplateaur der Tonrnette an; die minder kräftigen, dünner geſäten Bäume ſtanden verkrümmt da; die mit Raſen bewachſenen Lichtungen dehnten ſich mehr aus; die zunehmende Höhe dieſer Regionen war ſo, daß ſelbſt die Tannen uur ſchwer vegetirten; bald verſchwanden ſie ganz, und Cornelia ſah vor ſich emporragen die beinahe