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Saint⸗Germain, da hörte ich von fern das Geräuſch der Schellen des Pferdes, und ich ging Ihnen entgegen.
Entſchuldigen Sie .. ich ſagte, Sie müſſen ſich, da Sie einen langen Weg zu machen haben, nicht zum Voraus ermüden; glauben Sie mir, bleiben Sie in Ihrem Wagen, ſo weit er fahren kann.“
Mochte die Marquiſe das Richtige der Bemerkungen ihres Führers fühlen, wollte ſie ſich völlig abſondern, um ſich ihren Gedanken überlaſſen zu können, ſie ſtieg wieder in den Seitenwagen, der durch Saint⸗Germain paſſirte, die Straße nach Montmin rechts ließ, durch ein Thälchen fuhr und ſodann auf einen ſehr ſchmalen, felſigen Weg gelangte. Robert folgte ſchweigſam dem Wagen; er ſtützte ſich auf einen langen Stock, der auf der einen Seite in einer eiſernen Spitze, auf der andern in einem Gemſenhorn endigte; er trug auf ſeinen Schul⸗ tern befeſtigt eine mit leichten Querhölzern und zwei ei⸗ ſernen Haken verſehene Strickleiter, ein Aufſteigungswerk⸗ zeug, das er am Tage hatte verfertigen laſſen.
Nachdem man einige Zeit marſchirt war, wurde der Weg, der ein Gehölze von Haſelſtanden, Weißdorn und Cornelkirſchbäumen durchſchnitt, welche ſtellenweiſe durch grünes Terrain von einander getrennt waren, ſo enge geſchloſſen, ſo ſteinig, daß das Pferd des Wagens ſtolperte, mehrere Male beinahe zu Boden fiel und der Kutſcher erklärte, er könne ohne Gefahr nicht weiter gehen.
Cornelia ſtieg behende aus, und Robert ſagte zu ihr:
„Madame, Sie werden ohne Zweifel bei der Rück⸗ kehr ſehr müde ſein; ich würde Ihnen rathen, dem Kut⸗ ſcher zu befehlen, Sie in einer der Meiereien in der Nähe der Kapelle von Saint-Germain zu erwarten.“
„Gut,“ ſagte die Marquiſe d'Alfi, „gehen wir vrrwärts.“
Der Seitenwagen kehrte um: lange noch hörte man bei der tiefen Stille der Nacht in der Ferne den Klang


