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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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XXXVIII.

Die Marquiſe hatte, nach dem Rathe von Robert, einen Wagen genommen, der ſie bis nach Saint⸗Ger⸗ main führen mußte, wo ſie, den Weg nach Montmin rechts laſſend, die Erſteigung der Tournette beginnen ſollte. Erſchrocken über die Strapazen und die Gefahren, denen ſich ihre Gebieterin in Geſellſchaft eines Unbekann⸗ ten prrisgab, bat ſie Fauſtine inſtändig, Pietro zu erlau⸗ ben, ſich auf den Bock neben den Kutſcher zu ſetzen und ſodann an dem Ansfluge Theil zu nehmen. Lächelnd über die Befürchtungen ihrer Kammerfrau, zündete Cor⸗ nelia eine Cigarette von türkiſchem Tabak an und brach allein in ihren Männerkleidern auf. Sie verließ lange vor Mitternacht das Dorf Veyrier und fuhr in einem Seitenwagen, wie man in dieſem Lande die kleinen, ſehr niedrigen, ſehr leichten Wagen nennt, in denen man ſeitwärts ſitzt, und die, vollkommen für ſolche Ausflüge geeignet, dem Blicke jede Weite laſſen.

Von Veyrier bis zu der Steige, über der ſich die Kapelle von Saint⸗Germain, wohin Robert beſchieden worden, erhebt, ſchwamm die Marquiſe in einem beſtän⸗ digen Entzücken.

Die Nacht war lau, der Himmel wunderbar rein; der jetzt in ſeiner Abnahme begriffene Mond warf, ſpät aufgehend und erſt in der Morgendämmerung verſchwin⸗ dend, ſeine ſanften Lichtwogen auf die Landſchaft, welche ſo glänzend erleuchtet war als am hellen Tage; der Wagen, nachdem er durch das Dorf Menthon gefahren, wandte ſich nach der Kapelle von Saint⸗Germain auf einer aus dem Felsgeſteine gehauenen, ſehr ſchwer zugänglichen Steige; das an den Seitenwagen geſpannte Pferd ging langſam und mit Anſtrengung; die Marquiſe ſtieg aus, um das Gemälde, das ſich ihren Angen bot, beſſer zu