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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Eure Hochzeit wird alſo früher ſtattfinden?“ „Gewiß, mein Bräutigam hat ſo viel, ſo viel ge arbeitet daß er in vier Monaten verdient, was er in ſechs hätte verdienen ſollen, und darum werden wir zwei Monate früher heirathen.“

„Höre, Fanchette,“ ſprach Robert, während er ihr einen goldenen Ring darreichte, in welchen ein kleiner gravirter Carneol gefaßt war, „nehmt hier Euren Trau⸗ ring.“

Das Mädchen ſchaute den Ring ganz verwundert an, ohne daß ſie ihn zu nehmen wagte.

„Mir! dieſen Ring?“ verſetzte ſie, „und warum gebt Ihr mir ihn?“

„Damit Ibr ein Andenken an mich bewahren mö⸗ get. wenn Ihr mich nicht mehr ſehen werdet.“

„Ah! mein Gott!“ rief Fanchette mit einem Ausdrucke ſchmerzlichen Erſtannens, das plötzlich ihr lachendes, ſanftes Geſicht trübte, Ihr wollt dieſe Ge⸗ gend verlaſſen?“

„Ja.“

„Und wann dies?“

„Heute Nacht.“

„Auf lange?“

„Auf immer.“

„Auf immer!“ rief Fanchette.

Und ohne an den Ring zu denken, den ihr Robert bot, ſtützte ſie eine von ihren Händen auf den Rand des Behälters und ſeufzte; eine Thräne rollte in ihren ſchö⸗ nen blauen Augen.

„Wie? Ihr reiſt ab? Iſt das möglich!“

„Meine Abreiſe betrübt Euch?“

„Oh! ſehr . Ihr habt mich vom Tode errettet; und dann ſeid Ihr, obgleich traurig, doch äußerſt gut; ich ſah Euch ſelten, doch ich wußte, daß Ihr da oben im Hauſe von Rouſſeau wohntet, und es war für mich wie ein Feſt, wenn ich Euch in Eurer Abweſenheit irgend