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die Marquiſe dAlfi, die Augen immer auf den Gipfel der Tournette geheftet, ihre Thränen fließen!
Robert betrachtete die Marquiſe mit einem neuen Erſtaunen: zum zweiten Male ſah er ſie weinen, ohne ſich die Urſache dieſer Thränen erklären zu können; doch ſo groß war ſein Haß gegen Cornelia, ſo groß war der Abſcheu, den ſie ihm einflößte, ein Abſcheu vermehrt noch durch verſchiedene Einzelnheiten des Geſpräches, deſſen unwillkürlicher Znhörer er geweſen war, daß er dieſe Thränen einem heuchleriſchen oder ſchändlichen Ge⸗ fühle zuſchrieb.
Nachdem ſie einige Augenblicke geſchwiegen, ſagte die Marquiſe dAlfi, welche dem Ufer des Sees folgend nach ihrer Wobnung zurückkehrte, zu Robert:
„Um welche Stunde werden wir morgen auf⸗ brechen?“
„Um nicht zu müde zu werden, Madame, mäſſen Sie bis in die Gegend der Kapelle von Saint-Ger⸗ main fahren. Der Mond wird gegen Mitternacht auf⸗ gehen; fahren Sie von Veyrier um elf Uhr Abends ab, ſo können Sie auf dem Gipfel der Tournette frühe am Morgen ankommen und die Sonne hinter dem Mont⸗ Blanc aufgehen ſehen. Ich werde Sie auf der Straße bei der Kapelle von Saint Germain erwarten; denn un⸗ gefähr eine Meile weiter müſſen Sie Ihren Wagen ver⸗ laſſen.“
„Gut,“ verſetzte die Marquiſe, nachdem ſie einen Augenblick überlegt hatte; ich werde am Abend, vor Mitternacht, von hier wegfahren und Euch an dem verabre⸗ deten Orte treffen.“
„Endlich hat ſie geſchlagen . . , die Stunde der Sühne,“ ſagte Robert zu ſich ſelbſt, als er Cor⸗ nelia verließ, „D mein Sohn, morgen wirſt Du gerächt ſein


