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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Geſchöpfes, einen Angenblick ſchwieg; dann aber agte er: „Hat man dieſe Brücke überſchritten, ſo gelangt man zum Lehnſtuhle, dem Orte der Ruhe.“ „Und von da,“ fragte die Marguiſe beinahe be⸗ bend, „erblickt man Lyon . . die Rhone Snf

„Ja,“ erwiederte Robert, der ein leichtes Zittern ſeiner Stimme nicht bemeiſtern konnte, „von da werden wir Lyon . die Rhone . . . Genf . . . ſehen.“

Die Marquiſe, welche das unwillkürliche, düſtere Zuſammenziehen des Geſichtes ihres Führers nicht be⸗ merkte, warf auf die Tournette einen Blick ſiegreicher Herausforderung und ſagte zu ſich ſelbſt:

„Ein Atom gegen dich, ſtolzer Berg, drückſt du mich heute mit deiner Unermeßlichkeit zu Boden! Doch morgen, durch die Kraft meines Willens, morgen auf deiner Firſte ſtehend, werde ich deinen hoffärtigen Gipfel unter meinen Stiefel niedertreten! Mein heute beſchränkter Blick wird morgen ins Unendliche tauchen; morgen wird für mich die Entfernung verſchwin⸗ den, die Berge werden ſich ebnen, und ich werde Lyon und die Rhone zu meinen Füßen ſehen, Lyon . . wo Du, ehe Du mich kennen lernteſt, armer Julian, glück⸗ lich lebteſt! die Rhone . . . dieſen Fluß . . in wel⸗ chem Du, nachdem Du mich kennen gelernt, das Ende Deiner Qualen geſucht haſt! Oh! welche Gedanken „ welche Gedanken werden in meiner Seele erwachen, wenn ich, über dieſem unbegrenzten Horizonte ſchwebend, in der Ferne die Orte entdecke, welche Zeugen Deiner Liebe und Deines Todes waren! Und ich vermöchte doch Dein Lvos nicht zu beklagen, anbetungswürdiges Kind! Nie konnte mir ein Lebender eine Thräne ent⸗ reißen . . und beim Andenken an Dich, habe ich ge⸗ weint, weine ich, mein Julian!“

Und die Gegenwart ihres Führers vergeſſend, ließ