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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Tiefe; das von der Marquife d'Alfi bewohnte Haus zeichnete ſich durch ſeine vier blechernen Wetterfahnen aus, welche in der Ferne wie funkelnde Flittern glänzten. Robert erkannte es, und auf dem Gipfel dieſes zwei bis dreitauſend Fuß hohen Felſens ſtehend, betrachtete er lange die Wohnung von Cornelia; dann nach, einer Ge⸗ berde des Fluchs, zog er eine Brieftaſche aus ſeinem Buſen und las den letzten Brief ſeines Sohnes, einen Brief, den er hundertmal geleſen und hundertmal mit väterlichen Thränen benetzt hatte:

„Genf, um 7 Uhr Abends.

„Mein Vater,

„Verzeihen Sie mir den Kummer, den ich Ihnen bereiten muß: Sie werden meinen Tod weniger bekla⸗ gen, als meine Schande.

„Erfahren Sie die Urſache meiner Schande, erfahren Sie die Urſache meines Todes.

„Nachdem Sie mich nach Genf berufen, von wo Sie heute Morgen abgereiſt find, befehlen Sie mir, Ihnen nach Lyon zu folgen, wo Sie mich erwarten. — Mein Vater, ich wäre nicht im Stande, Ihnen zu folgen; mein Blut verwandelt ſich in Eis nur bei dem Gedan⸗ ken an den furchtbaren, gerechten Empfang, der mir vorbehalten iſt.

„Wenn Sie dieſen Brief geleſen haben, werden Sie mich vielleicht beklagen, ſtatt mich zu verfluchen!

„Sie wiſſen die Wahrheit nur halb „ vernehmen Sie dieſelbe ganz . Sie haben einſt oft meine Auf⸗ richtigkeit gerühmt, warnm ſollte ich in meiner letzten Stunde lügen?“

„Vor ungefähr ſechs Wochen, wenige Tage nach Ihrer Abreiſe nach Genf, wurde ich von meinem Patron zu einer von ſeinen Kundinnen, der Frau Marquiſe d'Alfi, geſchickt. Als ich zum erſten Male zu dieſer Dame