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Teufel im Leibe haben? Uebrigens wird ſie Euch eher glauben als mir, Euch, der Ihr ihr Führer ſein wer⸗ det, und Ihr werdet es vielleicht dahin bringen, daß ſie auf eine ſolche Tollheit verzichtet! Doch der Tag bricht an . Wollt Ihr mit mir kommen? Die Frau Marquiſe hat mit geſagt, ich ſoll Euch zurückbringen.“
Der Tag brach in der That an; die hohen Gipfel des Semenoz hoben unbeſtimmt ihre ſchwarzen Maſſen
von der Durchſichtigkeit des dämmernden Himmels ab; der bis dahin in den großen Schatten, welche die Berge auf die Ebene warfen, beinahe verlorene See erſchien wie eine blänliche Fläche; ein kühler Wind, der Vorläufer des Sonnenaufgangs, bewegte ſchwach die vom nächtlichen Thau benetzten Bäume und führte die durchdringenden Gerüche des noch auf den Wieſen auf⸗ gehäuften Heus herbei.
Es gelang Robert, ſeine bitteren Empfindungen zu beherrſchen, während der Gärtner ſprach, und als die⸗ ſer bei der erſten Helle der Morgendämmerung ſeine Geſichtszüge unterſcheiden konnte, bemerkte er darin we⸗ der Aufregung, noch Unruhe, und er ſagte: 6
„Nun, werdet Ihr mich zu der Frau Marquiſe begleiten? Sie will heute ſchon ihre Wanderungen be⸗ ginnen.“
„Mein Freund, wie alt iſt dieſe Dame?“
„Das iſt bei meiner Treue eine drollige Frage!“ verſetzte Claude lachend. „Habt Ihr bange, die Frau Marquiſe könnte Euch im Gebirge wider Euren Willen umarmen wollen?“
Ich frage nach dem Alter dieſer Dame, um zu wiſſen, ob ſie im Stande iſt, lange Wanderungen zu unternehmen und den Strapazen zu trotzen.“
„Oh! was das betrifft, ſeid unbe orgt; ihr Alter wird ſie nicht verhindern, gut zu marſchiren; ſie muß höchſtens fünfundzwanzig bis ſechsundzwanzig Jahre zäh⸗
Cornelia dAlfi. 4


