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ſtreut; Claude bemerkte nicht die plößliche Veränderung der Züge des Bewohners vom Hauſe von Ronſſeau und fügte bei:
„Ihr antwortet mir nicht, mein braver Mann? Ich biete Euch doch eine ſchöne Gelegenheit, ein paar Tagelöhne zu verdienen! Dieſe Dame iſt ſehr freigebig, ſie möchte gern unſer Gebirge durchwandern und hat ei⸗ nen Führer von mir verlangt . . . da dachte ich an Euch, der Ihr Eure Zeit damit zubringt, daß Ihr im Lande umherlauft, wie eine wahre Gemſe.“
„Mein Gott!“ murmelte Robert, während er ſich in ſein noch von der Dunkelheit erfülltes Zimmer zurück⸗ n ſein bleiches Geſicht in ſeinen Händen verbarg, „ſie! ſie!“
„Ihr erholt Euch nicht von Eurem Erſtaunen, mein braver Mann, ich auch nicht, denn das iſt nicht zu glauben! Eine ſchöne Dame, eine Marquiſe, will auf den Bergen umherklettern, wie unſere Weiber, die ins Holz oder ins Gras gehen; doch was wollt Ihr? das iſt ihre Idee . . . Ich habe ſie indeſſen darauf auf⸗ merkſam gemacht, daß ſolche Wanderungen, wenn man nicht daran gewöhnt iſt, ſehr gefährlich ſind, denn man läuft am Ende Gefahr, in einen Abgrund zu fallen und ſeine Knochen dort zu laſſen . .. Aber. „
Claude wurde unterbrochen durch einen plötzlichen Ausruf von Robert, deſſen Ton ſo ſeltſam war, daß der einen Augenblick ſchwieg; dann aber fuhr dieſer ort:
„Ihr habt mir bange gemacht. Was für einen Schrei ſtießet Ihr da aus? Was habt Ihr denn, mein Braver? Ah! ich verſtehe, Ihr bebt, weil Ihr bedenkt, welchen Gefahren ſich dieſe Frau ausſetzt, wenn ſie hals⸗ ſtarrig bei ihrem Willen, das Gebirge zu durchlaufen, beharrt? Es iſt wohl Grund vorhanden, zu zittern! Hat ſie ſich nicht einfallen laſſen, auf die Tournette gehen zu wollen? Iſt das glaublich? Muß man hiezu nicht den


