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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Aber Frau Marguiſe, es find im Dorfe keine zehn Männer, welche den Muth gehabt haben, zur Spitze der Tournette hinaufzuſteigen, und es pflegen doch beinahe alle Leute von Veyrier an den gefährlichſten Orten ins Holz zu gehen. Doch bei der Tournette da ſind Abſtürze über Abſtürze; man muß ſogar in dieſer Jah⸗ reszeit auf Abhängen gehen, welche mit Schnee und Eis bedeckt ſind, und läßt einen der Kopf oder der Fuß einen Angenblick im Stiche, ſo iſt man verloren.“

„Oh! oh! das entzückt mich „. . Claude, wo werde ich einen Führer finden?“

„Wie, Frau Marquiſe, Sie wollen?“

„Claude, wo werde ich einen Führer finden?“

„Wünſcht die gnädige Frau durchaus auf den

Bergen umherzulaufen, ſo könnte ſie keinen beſſern Füh⸗ rer haben, als den Maun vom Hauſe von Rouſſeau, vor⸗ ausgeſetzt, daß er einwilligt . ℳ

„Er wird einwilligen . . . Wer iſt dieſer Mann?“

„Ein armer Teufel mit grauem Barte, den man aus Barmherzigkeit in dem alten Gemäuer wohnen läßt; er läuft vom Morgen bis zum Abend im Gebirge umher und geht oft zu Stellen, wohin ſich die Kühn⸗ ſten vor ihm nicht gewagt haben.“

„Das iſt der Führer, den ich brauche. Benachrich⸗ tige ihn heute Abend, damit er morgen früh meine Be⸗ fehle hier einholt; ich werde ihm ſo viel bezahlen, als er haben will.“

„Das Schwierige, gnädige Frau, iſt, ihn aufzufin⸗ den; er geht vor Tagesanbruch aus und kommt meiſtens erſt ſehr ſpät zurück; doch ich werde morgen früh zwi⸗ ſchen zwei und drei Uhr nach dem Hauſe von Rouſſeau gehen, und wenn ich unſern Mann diesmal nicht treffe, ſo kehre ich morgen Abend zu ihm zurück. Nur ſteigen Sie um Gotteswillen nicht auf die Tournette, Frau Marquiſe; es gibt noch viele andere Berge, die man be⸗ ſuchen kann, ohne dieſen.“