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zehrt und beherrſcht.“ Dann fragte ſle ihre Kammer⸗ frau: „Ich habe meine Männerkleider hier?“ 1
„Ja, gnädige Frau.“
„Hole mir den Gärtner.“
Fauſtine ſtand auf, ging hinaus und kam bald mit dem Gärtner zurück.
XII.
Clande, der Gärtner des von der Marquiſe gemie⸗ theten Hauſes, erſchien auf der Gallerie mit einem ziem⸗ lich verlegenen Weſen und machte, ſeinen breiten Strohhut mit beiden Händen haltend, ſeinen Bückling, ſo gut er konnte.
„Claude,“ ſagte Cornelia zu ihm, „ich möchte gern auf den Bergen der Gegend umherlaufen.“
„Frau Marquiſe, das iſt ſehr ſchwierig; die Wege ſind ſo ſchlecht, daß man darauf beinahe nicht fortkom⸗ men kann. Man muß immer am Rande der Schluch⸗ ten hingehen, und oft gelangt man zu jähen Abſtürzen. Ahl wenn die Fran Marquiſe wüßte, was für Abſtürze das find!“
„Ich will es wiſſen. Sage mir, wie heißt der Berg, deſſen Spitze immer in den Wolken ſteckt . . . und auf den kürzlich Schnee gefallen iſt, obgleich wir kaum im September ſind!“
„Dieſer Berg, gnädige Frau, heißt die Tournette.“
„Dorthin will ich hauptſächlich gehen.“
„Ah! mein Gott!“ rief der Gärtner, der ganz er⸗ ſchrocken die Hände faltete, „iſt es möglich!“
„Was habt Ihr, Claude?“
„Die Tournette beſteigen, gnädige Frau!“ ſagte der gute Mann, während er abermals die Hände fal⸗ tete. „Ah! die Tournette!“
„Allerdings.“


