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ihren Buſen; ſie richtete ſich auf, warf ungeſtüm ihre brennende Cigarette von ſich, ſetzte einen von ihren El⸗ lenbogen auf ihr Knie, ſtützte ihr Kinn auf die flache Hand und ſchaute den See und die Berge mit ſtarrem, beinahe finſterem Auge an.
Fauſtine, als ſie den Seufzer ihrer Gebieterin hörte, ſah empor und ſagte:
„Sie ſeufzen, gnädige Frau? Ich wußte wohl, Sie würden Ihre ſchnelle Abreiſe von Paris, wo man Ihnen ſo ſehr huldigte, wo man Sie ſo ſehr bewunderte, be⸗ reuen.“
Die Marquiſe zuckte die Achſeln und blieb ſtumm.
„Wenn Sie es nicht berenen, Paris verlaſſen zu haben, ſo beklagen Sie es alſo, daß Ihnen der Herr Graf Chriſtian noch nicht hieher nachgefolgt iſt?“
Immer ſchweigend zuckte die Marquiſe abermals und auf eine noch mehr bezeichnende Art die Achſeln.
„Eutſchuldigen Sie, gnädige Frau,“ fuhr Fauſtine fort, „ich bin nur eine alberne Perſon. In der That, wenn Sie ſich nach Paris ſehnten, würden Sie nicht auf der Stelle dahin zurückkenren? Wenn Sie die Ab⸗ weſenheit des Herrn Grafen beklagten, würden Sie ihn nicht in Florenz aufſuchen? Woher kommt dann aber Ihre Betrübniß? Sie langweilen ſich in dieſem Lande, das Sie jedoch, als Sie im vorigen Jahre durch daſſelbe reiſten, ſo ſehr verführte, daß Sie vor acht Tagen bei Ihrer Rückkehr nach Frankreich den Entſchluß faßten, einige Zeit hier zu verweilen? Hat ſich Ihr Geſchmack geändert? Wer hindert Sie denn, nach Italien zurück⸗ zukehren? Ihre Paläſte in Florenz oder Venedig er⸗ warten Sie. Gott ſei Dank, wie Sie oft ſagen, gnä⸗ dige Frau, „ſeitdem Sie das Alter der Vernuuft haben, iſt Ihr Wille, welcher er auch ſein mag, immer ge⸗ ſchehen!““ Weder Mann, noch Frau, noch Gott, noch Teufel können, wenn Sie etwas wollen, was Menſchen möglich iſt, verhindern, daß dies in Erfüllung geht!
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