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„Fanchette, ich danke Euch für die Früchte und Blumen, die Ihr jeden Abend auf meine Fenſter legt.“
„Es iſt doch das Wenigſte, daß ich mich Ihrer erinnere, da ich ohne Sie todt wäre.“
„Ihr liebt wohl ſehr dieſe Kinder?“
„Ich liebe ſie ſo ſehr, als ich die meinigen lieben werde, wenn ich habe.“
„Ihr gedenkt Euch alſo auch zu verheirathen, Fan⸗ chette?“
„Gewiß, und das Allerheiligenfeſt wird mein Hoch⸗ zeittag ſein.“
„Ihr heirathet Einen aus der Gegend?“
„Nein, mein Verlobter iſt nicht von hier; er kam durch Chavoire am Anfange des Winters, er war ſehr arm und bat um Arbeit; meine Mutter wies ihn an unſere Nachbarn, welche im Steinbruche dort bei der Pierre⸗mal⸗Tournöe arbeiten; er war auch den ganzen Winter beſchäftigt; am Abend kam er mit uns in den Stall, wo man ſich zur Unterhaltung verſammelt; er zeigte ſich ſo gut, ſo ſanft, ſo fleißig, ſo zuvorkommend gegen Jedermann, daß ihn Alle liebten; ich . . . . ich machte es wie die Andern, und an Allerheiligen werden wir uns heirathen.“
„Und wo iſt Euer Bräutigam zu dieſer Stunde?“
„Ein Mann von Peſay, der dieſes Frühjahr hier durchkam, hat ihn angeworben, um in den Bergwerken zu arbeiten, wo er das Doppelte von dem verdient, was er im Steinbruche verdiente; wenn Allerheiligen kommt, wird er auch erſpart haben, was wir brauchen, um un⸗ ſere Haushaltung einzurichten.“
„Dieſe Trennung mußte Euch ſehr betrüben?“
„Oh ja, ich habe Anfangs viel geweint, dann be⸗ mühte ich mich, vernünftig zu ſein, und ſagte zu mir: „„Geduld . . . . er wird wieder kommen;““ überdies habe ich, wie Sie ſehen, kaum Zeit, mit gekreuzten Ar⸗ men dazuſtehen und meiner Betrübniß nachzuhängen, und


