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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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dann iſt die Arbeit gleichſam ein JZauber, der uns trö⸗ ſtet; zum Glück iſt viel zu thun im Hauſe und aus⸗ wärts, ohne dieſe drei lieben Teufelchen zu rechnen, die mich ſo viel laufen machen, als meine kleinen Ziegen .. Fühle ich aber, daß mir unwillkürlich das Herz zu ſchwer wird, ſo küſſe ich meine Mutter, und mein Kum⸗ mer verſchwindet.“

„Euer Bräutigam iſt von Eurem Alter?“

„Ich bin ſiebenzehn Jahre . „ er iſt bald neun⸗ zehn; meine Mutter ſagt, man müſſe jung heirathen, um frühzeitig große Kinder zu haben, welche einem wacker auf dem Felde helfen; ich finde, meine Mutter hat Recht.“

„Neunzehn Jahre!“ ſprach Robert mit Bitterkeit zu ſich ſelbſt; „mein Julian hätte auch bald dieſes Alter.“

Und die Augen voller Thränen entfernte er ſich ha⸗ ſtig von Fanchette, welche, die Heiterkeit der kleinen Kin⸗ der theilend, wie ſie über ihre tollen Scherze lachte.

XI. .

Robert bewohnte das Haus von Rouſſeau ſeit eini⸗ gen Monaten, als ein aus Frankreich kommendes, ele⸗ gantes Reiſecvupé, dem ein Fourgon folgte, durch die Stadt Annechy fuhr und vor der Thüre des Hotel de Ge⸗ nove anhielt. Eine junge Frau ſtieg aus dem Coupé, hinter welchem eine Kammerfrau und ein Kammerdiener ſaßen; andere Dienſtboten hatten ihren Platz in dem nachfolgenden Fourgon.

Der reich galonirte Courier der Fremden war, be⸗

auftragt, Poſtpferde auf dem Wege zu beſtellen, eine halbe Stunde vorher im Gaſthauſe angekommen und

hatte einige Zimmer für ſeine Gebieterin, die Marquiſe d'Alfi, in Bereitſchaft ſetzen laſſen. Der Paß dieſer Dame enthielt folgendes Signalement: