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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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und ich werde meine unſelige Verblendung an denſelben Orten büßen, wo Du vielleicht über den Emil nachſannſt.““

„Und daun, ob ich hier oder anderswo wohne, mir gleichviel! Ich ſchleppe nun auf den Zufall mein zweck⸗ loſes Daſein fort; der Aufenthalt in Lyon wäre mir un⸗ erträglich. Es liegt alſo irgend ein verhängnißvoller Zauber in einem unheilbaren Schmerze, da ich mich in das Leben füge? . .. Leben! mein Gott! heißt das leben? jeden Tag einen fieberhaften Schlaf von der Müdigkeit verlangen, die mich lähmt! die Tiefe der Abgründe erforſchen, um im Schwindel die vorübergehende Betäubung meiner Leiden zu finden, glücklich, wenn ſie zuweilen gemildert werden, wie dies durch die Dankbar⸗ keit des Kindes, das ich vom Tode errettet, geſchehen iſt! Oh! ja, warum hat mein Julian bei ſeinem Auftreten im Leben nicht eines von den einfachen, reinen Herzen gefunden, welche nur edle Gedanken, nur edle Handlungen einflößen? Er hätte ſich nicht getödtet, er hätte mir nicht den herz⸗ zerreißenden Brief geſchrieben, den ich alle Tage wieder leſe, um meine unerbittliche Strenge zu beſtrafen, um die entſetzliche Frau zu verfluchen, die mein Kind zum Selbſtmorde getrieben hat!“

Und Robert las wieder und wieder die letzten von der Hand ſeines Sohnes geſchriebenen, halb unter den väterlichen Thränen verwiſchten Zeilen.

IX.

Robert erwartete mit Ungeduld die Rückkehr des Winters; es drängte ihn, die gelben Blätter unter einem kalten Nebel von den Aeſten fallen zu ſehen Es drängte ihn, die finſtern Wolken durch den Nordwind gejagt den Himmel verdunkeln und den Schnee auf die . und auf die Berge ſein weißes Leichentuch werfen zu ſehen.