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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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ſie von ſo nahe geſehen, fügte ſie, indem ſie ſich an Robert wandte, bei:

„Nicht wahr, Sie wohnen im Hauſe von Rouſſeau?“

„Ja, mein Kind.“

„Ich heiße Fanchette und bin von der Nähe von Chavoire; noch einmal danke ich Ihnen ſehr. Ich will mein Bündel holen.“

Fanchette rief ihre Ziege und die zwei Zickelchen, deren Ungeſtüm ſie beinahe um das Leben gebracht hätte, und die nun friedlich die Blätter einer jungen Buche abfraßen, und ſagte mit einem Tone freundſchaftlichen Vorwurfs zu den launenhaften Thieren, indem ſie ſie mit der Hand ſtreichelte: „Oh! die kleinen Narren! die klei⸗ nen Narren!“ Dann ließ ſie dieſelben vor ſich hergehen und ſtieg mit leichtem und ſicherem Fuße den ſich drehen⸗ den Pfad hinab.

Robert ſah noch mehre Male den hübſchen blonden Kopf von Fanchette durch die dichten Gebüſche erſcheinen und hörte dann ihre, jedoch durch die Entfernung geſchwächte, Stimme von Zeit zu Zeit ihren Zickelchen wiederholen:

„Oh! die kleinen Narren! die kleinen Narren!“

—

VIII.

Als Robert am andern Abend, nachdem er Fanchette das Leben gerettet, in ſeine Wohnung zurückkam, fand er auf dem Geſimſe von einem ſeiner Fenſter einen ſchönen mit Kirſchen beladenen Zweig und ein Binſenkörb⸗ chen voll von Walderdbeeren; an dieſen beſcheidenen Ge⸗ ſchenken errieth er die Dankbarkeit des Mädchens; noch mehrere Male, obgleich er Fanchette ſeit dem Abenteuer der Schlucht nicht wiedergeſehen, gab ſie ihm neue Be⸗ weiſe des Andenkens; bald war es eine Honigſcheibe, bald ein Ziegenkäſe in Blätter von Weinreben gewickelt, bald Früchte, wie ſie die Jahreszeit bot. Eines Abends