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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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daß ſelbſt die unerſchrockenſten Adlerneſterausnehmer es kaum wagten, ihm mit dem Auge zu folgen. Trafen ihn zufällig die Holzhaner im Walde, ſo richtete er einen herzlichen Gruß an ſie oder half ihnen ihre ſchwere Laſt aufladen; doch dieſes Zuſammentreffen war ſelten; der Fremde ſchien beſonders die von Präcipiſſen umgebenen Gipfel und wilde Einſamkeiten zu lieben, wohin kein Menſch vor ihm den Fuß zu ſetzen gewagt hatte.

VII.

Eines Tags kehrte Robert in der Abenddämmerung nach dem Hauſe von Rouſſeau zurück. Er ging an einer von den tiefen Schluchten hin, von welchen der Veyrier⸗ Berg durchſchnitten iſt, als er durch die oberen Felſen herab eine junge weibliche Perſon kommen ſah, die auf ihrem Kopfe ein großes Bündel Gras trug, das ſie mit ihren beiden emporgehobenen Armen feſthielt; ihr friſches Geſicht erſchien noch anmuthiger ſo umrahmt von den langen Gräſern, deren Blumen ſich mit ihren blonden Haaren vermiſchten oder ihren Hals und ihre Schultern liebkoſten. Sie hatte ſo eben einen Bach durchſchritten ihre noch feuchten bloßen Beine und Füße boten die Weiße des benetzten Marmors; ihr kurzer Rock von einer groben, röthlich grauen Leinwand ſchmiegte ſich an einen ziemlich weit ausgeſchnittenen, vorne am Anfang des Buſens geſchnürten Leib von demſelben Stoffe an; dieſes Kleid ohne Aermel ließ die des Hemdes ſehen, das halb die gerundeten, durch die Sonne gebräunten Arme des Mäd⸗ chens entblößte.

Eine Ziege und ihre zwei Zickelchen folgten dieſem hübſchen Mädchen, als es ſich auf einen ſchmalen, ab⸗ ſchüſſigen Pfad, beſät mit rollenden Kieſelſteinen, wagte die das Rinnen der Waſſer herbeiführte, welche bei Sturmregen, nachdem ſie ſich dieſes Bett gegraben, in