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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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unfern vom Hauſe von Rouſſeau liegenden Dorfe) in der Abenddämmerung einen Mann von ſtarkem Körperbau, noch in der Kraft des Alters, obgleich ſein Bart und ſeine Haupthaare ſchon grau waren, vorübergehen; ſein bleiches, vom Kummer tief durchfurchtes Geſicht hatte einen merkwürdigen Ausdruck von Energie; einfach ge⸗ kleidet, einen Ranzen auf dem Rücken, der ſein beſcheide⸗ nes Gepäcke enthielt, durchſchritt dieſer Fremde das Dorf Chavoire; dann, nach einem Marſche von einer Viertelſtunde, als er die Ruinen des Hauſes von Rouſſeau, ſeine ein⸗ ſame Lage, ſeine abſchüſſigen Zugänge gewahrte, hielt er an, und blieb, auf einen Reiſeſtock geſtützt, die Angen auf das einſame Gemäuer geheftet, lange nachdenkend. Ein Bauer fand ſich auf dem Wege, und der Fremde fragte ihn:

„Mein Freund, was für ein verfallenes Haus ſehe ich dort auf dem Berge?“

„Mein Herr, es iſt das Haus von Rouſſeau.“

„Von Jean Jaques Rouſſeau?“

„Ja, mein Herr; man ſagt, er ſei ſeiner Zeit hier geweſen, und hievon hat das Hans wohl ſeinen Namen behalten.“

„Dieſer Ort,“ fragte der Fremde, plötzlich von einem Gedanken ergriffen, „dieſer Ort wird alſo von Niemand bewohnt?“

„Nein, mein Herr, es ſind nur noch die vier Mauern und das Dach übrig.“

„Ich danke für Eure Auskunft, mein Freund,“ ſprach der Reiſende; und nachdem er noch eine Zeit lang am Ufer des Sees der Straße gefolgt war, welche von Chavvire nach Veyrier führt, vrientirte er ſich, ſo gut er konnte, zum Hauſe von Rouſſeau, trat in den unten am Verge gelegenen Weingarten ein, erkletterte ſodann einen jäben Abhang und kam zum Fuße einer zerfallenen, mit Epheu und Brombeerſtanden bedeckten, von großen, mit Moos überwachſenen, Steinblöcken erbauten Mauer; er